Was ist der Unterschied zwischen einem Lekorat und einem Korrektorat?
Studenten werden überhäuft mit Angeboten für Lektorate und Korrektorate für ihre wissenschaftlichen Arbeiten. Vielen ist der Unterschied zwischen den beiden Angeboten jedoch nicht geläufig, was sicherlich auch daran liegt, dass die Begriffe oft von Laien benutzt und in ihrem Sinn vertauscht werden. Dabei ist die Unterscheidung für Studierende in jeglicher Hinsicht wichtig – sowohl in preislicher als auch in nutzenorientierter Hinsicht.
Was ist ein Lektorat?
Das Lektorat richtet sich an Studierende, die sich in ihrem Schreib- und Arbeitsstil noch nicht sicher sind und Hilfe dabei brauchen, eine zusammenhängende und stilistisch korrekte Arbeit zu erstellen. Beim Lektorat wird zunächst der gesamte logische Aufbau der Arbeit eingeschätzt, sodass Korrekturvorschläge erstellt werden können. Damit liegen ihr bereits ein logisches Inhaltsverzeichnis sowie ein sinnvoller, gut strukturierter Aufbau zugrunde. Anschließend wird auf stilistische Fehler im Textteil der Arbeit selbst eingegangen, denn eine gut ausgefeilte Sprache bleibt oftmals hinter den wissenschaftlichen Anforderungen an den Text zurück. Im letzten Schritt erfolgt der Feinschliff der Arbeit: Sie wird hinsichtlich der Rechtschreibung, Grammatik und der Zeichensetzung korrigiert. Das Endergebnis ist eine durchdachte, logisch aufgebaute und orthografisch einwandfreie Arbeit. Preislich liegt das Lektorat allerdings etwas höher als das Korrektorat, da es deutlich mehr Aufwand erfordert.
Was ist ein Korrektorat?
Korrektorate richten sich an Studierende, die sich in Bezug auf ihren Schreib- und Arbeitsstil sicher sind und lediglich noch Schwierigkeiten mit komplizierten Wörtern oder einigen Satzzeichen haben. Im Rahmen des Korrektorates wird ausschließlich auf die Orthografie der Arbeit eingegangen, logischer Aufbau und andere Eigenschaften bleiben von der Arbeit des Korrektors unberührt. Das Korrektorat liefert eine schreiberisch korrekte Arbeit, in der der Leser keine rein textlich bedingten Fehler mehr finden wird und sich voll und ganz auf den Inhalt konzentrieren kann. Ein guter Korrektor sollte allerdings nicht nur stumpf die Rechtschreib- und Zeichenfehler korrigieren, sondern auch auf grobe stilistische Ungereimtheiten achten und bei diesen Verbesserungsvorschläge anbringen. Korrektorate sind günstiger als Lektorate, da dabei weniger Arbeit anfällt und sie in der Regel schneller erledigt werden kann.
Sind Lektorate und Korrektorate legal?
Sowohl das Lektorat als auch das Korrektorat sind legal und werden von vielen Dozenten sogar unterstützt – vorausgesetzt, der wissenschaftliche Gehalt wird nicht verändert. Sie wissen, dass es bei einer wissenschaftlichen Arbeit nicht nur auf den Inhalt ankommt, sondern auch auf die stilistische Ausarbeitung. Nur dann wird die Arbeit auch vom Korrektor ernst genommen und kann eine gute Bewertung erhalten.
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