Lektorat für wissenschaftliche Texte und Arbeiten – warum eigentlich?
Wichtige Hausarbeiten, Praktikumsberichte und die eigene Abschlussarbeit lassen viele Studierende lektorieren. Als Autor sehen sie selbst nicht alle Fehler, die sie bei der Erstellung machen, da sie sich so sehr auf das Thema und den wissenschaftlichen Inhalt konzentrieren – das ist ihnen durchaus bewusst. Der Lektor hingegen, der aus frischer und neutraler Position heraus in das Thema einsteigt, wird auch die Stilfehler sehen und kann den Studierenden darauf hinweisen.
Freunde sind ungeeignet
Die Freunde und Kommilitonen bieten sich als Lektoren geradezu an. Gerade Letztere haben Erfahrung in der Erstellung wissenschaftlicher Texte und wissen, worauf es ankommt. Dennoch könnte die Entscheidung für einen Freund oder Kommilitonen nicht schlechter getroffen sein, denn eins vergisst man dabei: Die Zusammenarbeit wird anstrengend und könnte das Verhältnis belasten. Freunde konzentrieren sich nicht ausschließlich auf das Lektorat und können sich selten die Zeit nehmen, die die Arbeit eigentlich erfordern würde. Dadurch muss man immer wieder nach dem Arbeitsstand fragen und riskiert, dass der andere schnell genervt ist und den Kontakt meidet. Wenn das Lektorat abgeschlossen ist, fühlt man sich unter Umständen selbst vom Freund kritisiert und reagiert darauf empfindlich. All das überschattet nachhaltig die Freundschaft – deswegen sollte das Lektorat dem Profi überlassen bleiben.
Der professionelle Lektor
Professionelle Lektoren haben ebenso wie die eigenen Kommilitonen Erfahrung im Lektorat wissenschaftlicher Texte und kennen die Anforderungen. Zudem sind sie stilistisch sicherer, da sie täglich wissenschaftliche Arbeiten lektorieren und daher immer auf dem aktuellsten Stand sind. Ein professioneller Lektor kann dem Text den berühmten letzten Schliff verleihen und dafür sorgen, dass der stilistische Rahmen stimmt, sodass das Thema effektiv vermittelt wird. Es lohnt sich in jedem Fall, wichtige wissenschaftliche Arbeiten einem erfahrenen Lektor zu geben, denn durch die Zusammenarbeit lernt man, selbst zu erkennen, welche stilistischen Fehler man besonders gerne macht und wie man sie künftig vermeiden kann. Dadurch erhält man bereits zu Beginn des Studiums Bestnoten und erfährt gleichzeitig, welchen Stil ein wissenschaftlicher Text verlangt. Viele Studierende lernen dadurch nicht nur ihr Studienfach kennen, sondern können am Ende des Studiums einwandfreie Texte selbst erstellen, an denen selbst professionelle Lektoren nur noch sehr wenig auszusetzen hätten.
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